Kollagen einnehmen: Dosierung, Zeitpunkt und worauf Sie achten sollten

Sie möchten Kollagen einnehmen, wissen aber nicht, welches Produkt, wie viel und wann? Kollagen gibt es als Pulver, Kapseln, Trinkampullen und sogar als vegane „Booster“. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Form sinnvoll ist, wie Sie Kollagen richtig dosieren und worauf Sie beim Kauf achten sollten.

Was ist Kollagen?

Kollagen ist das häufigste Eiweiß im Körper. Es gibt Haut, Knorpel, Sehnen, Bändern und Knochen ihre Festigkeit. Ab etwa 25 Jahren bildet der Körper allmählich weniger davon. Deshalb versprechen sich viele Menschen von einer Ergänzung straffere Haut oder belastbarere Gelenke. Was Studien dazu zeigen, lesen Sie ausführlich in Kollagen Wirkung.

Welche Form ist die richtige?

  • Kollagen-Hydrolysat (Kollagenpeptide): Das Kollagen ist in kleine Stücke gespalten und gut löslich. Diese Form wurde in den meisten Studien verwendet.
  • Gelatine: Ebenfalls Kollagen, aber nicht so fein gespalten. Sie geliert in kaltem Wasser.
  • Undenaturiertes Kollagen Typ II: Wird in sehr kleinen Mengen speziell für Gelenke angeboten.
  • Vegane „Kollagen-Booster“: Echtes Kollagen kommt nur von Tieren. Vegane Produkte enthalten stattdessen Aminosäuren, Vitamin C und Pflanzenextrakte.

Ob Rind, Schwein oder Fisch spielt für die Wirkung kaum eine Rolle. Allerdings ist Fischkollagen für Menschen interessant, die kein Fleisch essen. Passende Produkte finden Sie in unserer Kategorie Kollagen.

Kollagen einnehmen: die richtige Dosierung

In Studien wurden meist 2,5 bis 10 Gramm Kollagen-Hydrolysat pro Tag eingesetzt. Für die Haut lagen die Mengen eher im unteren Bereich, für Gelenke und Sehnen eher im oberen. Kapseln enthalten oft nur 0,5 bis 1 Gramm pro Stück. Deshalb ist Pulver meist die praktischere und günstigere Wahl. Effekte zeigen sich, wenn überhaupt, nach etwa acht bis zwölf Wochen regelmäßiger Einnahme.

Wann sollte man Kollagen einnehmen?

Der Zeitpunkt ist zweitrangig, entscheidend ist die regelmäßige Einnahme. Viele rühren das Pulver morgens in Kaffee, Joghurt oder einen Smoothie. Sportler nehmen Kollagen gern etwa eine Stunde vor dem Training, kombiniert mit Vitamin C. Mehr zur Frage nüchtern oder mit Essen lesen Sie in Nahrungsergänzungsmittel nüchtern oder zum Essen.

Warum Vitamin C dazugehört

Ohne Vitamin C kann der Körper kein Kollagen bilden. Es trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion von Haut, Knorpel, Knochen und Blutgefäßen bei. Viele Kollagenprodukte enthalten deshalb bereits Vitamin C. Alternativ genügt ein Glas Orangensaft oder eine Portion Beeren.

Nebenwirkungen und Sicherheit

Kollagen gilt als gut verträglich. Gelegentlich treten Völlegefühl oder ein unangenehmer Nachgeschmack auf. Bei einer Fischallergie sollten Sie kein Fischkollagen nehmen. Wer wegen einer Nierenerkrankung wenig Eiweiß essen soll, spricht die Einnahme vorher ärztlich ab. Außerdem zählt Kollagen zur Eiweißzufuhr, ist aber kein vollwertiger Ersatz für Proteinpulver, weil ihm eine wichtige Aminosäure fehlt.

Darauf sollten Sie beim Kauf achten

  • Kollagenmenge pro Tagesportion in Gramm, nicht nur pro Kapsel.
  • Kollagen-Hydrolysat als Hauptzutat, möglichst ohne Zucker und Füllstoffe.
  • Preis pro Tagesdosis vergleichen. Trinkampullen sind oft deutlich teurer.
  • Keine übertriebenen Versprechen. Wie die Verbraucherzentrale zeigt, ist bei Beauty-Drinks Skepsis angebracht.

Fazit

Wenn Sie Kollagen einnehmen möchten, greifen Sie am besten zu Kollagen-Hydrolysat als Pulver, nehmen täglich 2,5 bis 10 Gramm und achten auf ausreichend Vitamin C. Geben Sie dem Ganzen mindestens zwei bis drei Monate. Mehr zur Anwendung für Haut und Gelenke lesen Sie in Nahrungsergänzungsmittel für die Haut und Nahrungsergänzungsmittel für Gelenke.

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